Der eigene Schatten

Foto Matthias Schenkl

L wie Materie

Vermittlung und Verkauf zeitgenössischer Kunst

In der aktuelle Ausstellung – Der eigene Schatten –  erwartet Sie eine Ausstellung, die sich mit dem Unterbewusstsein beschäftigt.
Matthias Schenkl zeigt in einer umfangreichen Einzelausstellung wie er dem Thema photographisch begegnet.

 

In den kommenden Wochen wird sich die Ausstellung wandeln. Neue und ältere Werke von Johanna Knöpfle werden  zum Thema der eigene Schatten einfließen.

Wir freuen uns schon wieder sehr darauf, Sie persönlich begrüßen zu dürfen und mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Bitte beachten Sie die derzeit geltenden Schutzmaßnahmen.

Johanna & Matthias Schenkl

 

 

Nachfolgend finden Sie eine Einführung in die Ausstellung.

Die Ausstellung Der eigen Schatten ist in drei Segmente gegliedert:

Im Mittelgang dreht sich alles um die Einflüsse von Außen, die Prägung durch soziale, berufliche, mediale Kontakte und Einflüsse. Wie werden wir durch dritte bewertet, beobachtet, beeinflusst?

Der rechte Raum befasst sich mit der Wahrnehmung.
Was ist Realität, was Fiktion? Auf was ist der eigene Fokus gerichtet. Wandert der Blick an, durch oder auf dem Gesehenen entlang?

Links tauchen wir ab in eine Dunkelkammer:
Das Unterbewusstsein, das eine Bilderflut bereithält.
Was und wie speichern wir in unserem Gehirn das Erlebte ab? Die Erinnerung, die das Unterbewusstsein lenkt und verfälscht steht hier im Vordergrund.

 

Über den Photographen und seine Arbeit:

Der eigene Schatten

„ wich of my photographs is my favourite? The one I´m going to take tomorrow. “
Imogen Cunningham

Was bringt das Morgen?
Ausgerüstet mit alten analogen und modernen digitalen Kameras vergeht kaum ein Tag an dem Matthias Schenkl nicht mit dem Auge des Photographen vor die Haustüre geht.
Was wird seine nächste Aufnahme sein? Schon verändert sich draußen das Licht und der richtige Moment lässt nicht lange auf sich warten um von ihm festgehalten zu werden.
Den Blick in die Weite und auf das winzige Detail gerichtet nimmt der Photograph wachsam seine Umgebung wahr.
Das Ergebnis jedoch ist nicht allein die Abbildung des Gesehenen, sondern vielmehr die verwandelte Form der bzw. seiner Realität.

Der eigene Schatten, der Titel der Ausstellung deutet schon darauf hin, dass es um mehr geht als nur gute Photographie. Es geht um eine Identität, die jeder Künstler in seinen Werken vermittelt. So könnte auch von einem Selbstportrait die Rede sein.
Dabei geben sich das Bewusstsein und das Unterbewusstsein stets die Hand. Denn nur wenn ein Photograph wie Matthias Schenkl instinktiv abdrückt, obwohl oder gerade weildie technischen Voraussetzungen nicht optimal sind, ist da etwas, auf das er vertraut und durch seine Erfahrung und Neugierde dem Unvorhersehbaren Raum gibt.
Die künstlerische Intuition benötigt den Zugang und die Bereitschaft das Unbekannte zuzulassen, um die Grenzbereiche und deren Spielart in das eigene Tun einfließen zu lassen und das Unmögliche mögliche zu machen.

Die sinnliche Tiefe der Beobachtungen von Matthias Schenkl nimmt uns mit in eine ehrliche Bewunderung für die Schönheit und Irritationen aller lebendigen natürlichen Prozesse und Geschöpfe. Diese Wertschätzung zeigt sich in dem Spektrum seiner unterschiedlichen und zärtlichen Darstellungsformen.
Die technische Umsetzung gelingt ihm dabei anhand von derzeit neun verschiedenen Kameras, die sich von der analogen Lochkamera bis hin zur digitalen Ausrüstung hinziehen um verschiedene Nuancen, Charaktere, und Stimmungen zu erzeugen.

Seine Liebe zur Photographie begann in den 90er Jahren. Sein Blickwinkel war zu der Zeit ausschließlich auf die naturgetreue Darstellung der Pflanzen und Tierwelt ausgerichtet. Nach und nach richtete er den Fokus auf ungewöhnliche Perspektiven und Vergrößerungen der Motive, um das Interesse, durch eine, den meisten Menschen unbekannte Sichtweise, an deren nächste Umgebung zu wecken. Es geht ihm um ein genaues Hinsehen, die Beobachtung kleiner und kleinster Pflanzen, die zwar in ihrer letztendlichen Darstellung nicht an die Sachlichkeit eines Karl Blossfelds erinnern, vielmehr verspielter und in deren natürlichen Umfeld dargestellt sind, aber in ihrer Hingabe und Wertschätzung für die Schönheit der Natur allemal ein Vergleich zulassen.

Als er 2005 zur Digitalphotographie wechselte und durch deren Eigenschaften mehr experimentierte, stellte sich zum Teil ein Wandel, weg vom Motiv hin zur Struktur, zu Farbflächen und Formen ein. 2016 begann die Rückkehr zur analogen, die seither parallel zur digitalen Photographie seine Handschrift prägt. Immer öfter zeigen sich nun konstruierte, im Vorfeld geplante Bildkonzepte in dem Werk von Matthias Schenkl.
Ein Prozess, der vor dem inneren Auge beginnt und auf dem ausgewählten Bildträger eine Gestalt annimmt, um sich dann vor dem Auge des Betrachters erneut zu entfalten.

 

In der Photographie gibt es immer zwei Momente. Jener, der das Motiv, den Moment erkennt und sich innerhalb weniger Sekunden abspielt und der, der das entstandene Bild in Ruhe unter die Lupe nimmt. Denn oft wird der Künstler erst im Nachhinein bei stundenlanger Auswahl das wahre, das interessantere Bild entdecken.

Ohne eine digitale Bearbeitung entstehen die Bildkompositionen des hier im L wie Materie ausgestellten Photographen allein durch das Auslösen des Verschlusses, durch Ein-, Mehrfach- und Langzeitbelichtungen, bei denen sich das Ergebnis oft nicht bis zuletzt planen lässt.

Und so bleibt die Photographie von Matthias Schenkl ein bedingt vorhersehbarer Prozess, der mit jedem neuen Tag etwas einzigartiges hervorbringt.

 

 

 

 

L – Hintergrund
zeitgenössische Kunst in Salem

Vermittlung und Verkauf
Hier im L, einem privaten Salon für zeitgenössische Kunst, möchten wir Ihnen einen Einblick in unsere künstlerische Arbeit ermöglichen, diese zum Diskurs bereitstellen und uns über Sachverhalte, Standpunkte und fiktive Ideen mit Ihnen austauschen und diskutieren. Unsere Türen stehen Allen offen, die den Dialog suchen. Wir beraten Sie, wenn Sie sich für einen Kunstkauf interessieren. Es ist für jeden Geldbeutel etwas dabei.
Wir präsentieren unsere eigenen Werke dauerhaft in Form von Wechselausstellungen in den Räumlichkeiten des L, die uns als Wohn – und Ausstellungsräume dienen. Das Spektrum reicht von Photographie über Bildhauerei, Malerei, Installation bis zur Objektkunst.
Darüber hinaus laden wir gezielt Gastkünstler aus dem In- und Ausland ein, bei uns ihre Arbeiten aus den Bereichen der darstellenden als auch der bildenden Kunst zu präsentieren, um ein erweitertes Spektrum an zeitgenössischen Positionen zu zeigen.
Durch den persönlichen Kontakt mit uns ist ein intensiver Austausch über die Kunstwerke möglich, zudem erfahren Sie Hintergründe und Gedankengänge über die entstandenen Arbeiten aus erster Hand. Gerne führen wir Sie in die jeweilige Ausstellung ein. Selbstverständlich können die ausgestellten Werke nicht nur betrachtet und erörtert, sondern auch von Ihnen erworben werden.
2017 wurde mit dem L der Grundstein für eine langfristige Präsenz zeitgenössischer Kunst in Salem gesetzt.
Wir freuen uns auf ein anregendes Miteinander.

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Es grüßen Johanna Knöpfle & Matthias Schenkl

 

Über uns:

Johanna Knöpfle ist auch Johanna Schenkl, also Künstlerin und Gastgeberin in den Räumen des L.

Die gelernte Holzbildhauerin sieht ihre Wurzeln in der handwerklichen Tätigkeit, aber ihr künstlerischer Ausdruck reicht von der Zeichnung über die Malerei bis hin zu Objekten und Installationen. Das Holz bleibt häufig Bezugspunkt in ihrer Kunst, doch ist der Werkstoff oftmals nicht mehr als Solcher anzutreffen. Chemische und natürliche Substanzen vermischen sich in ihrer Kunst zu einem ausdrucksstarken Cocktail. So entstehen Körper, in denen die Kraft der massiven Skulptur und die Feinheit einer nahezu transparenten Plastik vereint sind. In ihrer Kunst streift man durch rätselhafte Geschichten, surreale Welten und experimentelle Schauplätze. Ihr Anliegen ist es, abstrakten Gefühlen, grundlegenden gesellschaftlichen und menschlichen Bedürfnissen, Zwängen und Fragen einen Körper zu geben, um den Menschen die Möglichkeit zu eröffnen Teil des Konstrukts zu werden und sich in der Kunst wieder zu finden.

“ Wenn es mir gelingt eine Metapher in den Raum zu stellen um somit Interpretationsfreiheit zu schaffen ist schon viel passiert. „

link zur website der Künstlerin: http://www.go-johanna-knoepfle.de

 

Matthias Schenkl, Photograph & Gastgeber im L

Sein scharfer Blick gilt dem Unscheinbaren. Matthias Schenkl will uns mit seinen Photographien auf das Einfache aufmerksam machen. Denn oft genug wird vergessen, das genau darin Alles enthalten ist, man muss nur genau hinsehen.  Seine Hauptinspirationsquelle ist die Natur, dabei spielt für ihn die Ästhetik die zentrale Rolle. Ob er die Objekte, die ihm vor die Linse geraten wie Gemälde wirken lässt, sich ein Detail herauspickt oder nur noch schemenhafte Umrisse zu Tage befördert, hängt vom Motiv, der eingesetzten Technik, die von analog bis digital reicht,  und seiner künstlerischen Interpretation dessen ab. Die so entstandenen, unbearbeiteten Bilder entfalten ihre ganze Schönheit in einem hochwertigen fine Art Print.