Mutabor – ich werde verwandelt werden
Eine Installation, die Raum, Zeit und die damit einhergehende schleichende Veränderung durch subtile visuelle, haptische, sprachliche und akustische Reize aufgreift.
Das 1537 erbaute Gebäude in dem sich der Kunstverein Ulm e.V. befindet diente als Ausstellungsort und Insprirationsquelle für die Konzeption „MUTABOR – ich werde verwandelt werden“
Eine schleichende Veränderung vollzieht sich in allen Lebenslagen, bei jedem einzelnen Menschen ganz im Privaten, aber auch gesellschaftlich, in allen Ländern, ihren Systemen und Kulturen. Es ist eine kollektive Erfahrung, die keine eindeutige Erscheinungsform hat, jedoch real erlebbar und spürbar ist. Als fast unmerklicher Prozess setzt sie die Menschen und ihren Geist selbst in Bewegung.
Die einzelnen Werke nehmen auf unterschiedliche Weise darauf Bezug.
// Mutabor – ich werde verwandelt werden
installation at Kunstverein Ulm
In cooperation with Jürgen Grözinger (Percussion)
// Mutabor – ich werde verwandelt werden
installation at Kunstverein Ulm
In cooperation with Jürgen Grözinger (Percussion)
I appear in you
Treppenbeschriftung, Größe variabel
Je nach Standpunkt ist die Treppenbeschriftung „I appear in you / I disappear in you“ lesbar oder fragmentarisch. Wer oder was erscheint und wieder verschwindet bleibt offen. Ist es ein Gedanke, ein Gefühl, ein Satz oder die Schrift selbst?
Wasser Wind und Sonne
Videoinstallation, 2025, 7h, Stummfilm
Die Aufnahme befasst sich mit der Darstellung der schleichenden Veränderung. Dabei ist eine Person von hinten aufgenommen, deren nasse Haare lediglich durch den Wind und die Sonne trocknen. Dieser kaum merkliche Prozess wird durch die immer gleiche Kameraeinstellung verstärkt. Nachdem die Trocknung erfolgt ist, läuft die Aufnahme rückwärts und zeigt, wie die Haare im Umkehrschluss wieder nass werden. Eine kontemplative Arbeit, die den Fokus auf die Wahrnehmung minimalster Veränderungen lenkt.
Das Zeitfenster
work in progress, Glas, Garn, Haare, Leinen, Holz, Seil, 400 cm x 158 cm
Bei jedem Menschen spiegeln die Haare im Laufe eines Lebens die ganz individuelle Entwicklung. Sie markieren große und kleine Veränderungen. Sie sind Informationsspeicher und persönliches Erscheinungsbild. Vier Lebensphasen der Künstlerin sind stellvertretend für andere menschen in den Glasbehältern konserviert. Die leeren Gefäße geben Raum für kommende Lebensabschnitte.
Das Gnadenbrot
Klangkörper, Holztisch, Metall, Seide, unterschiedliche Gegenstände, 2025, 168 cm x 128 cm x 100 cm
Ob Möbelstück, Tier oder Mensch, eine Wertschätzung am Ende des Lebens lässt das Innere aufleben.
In Kooperation mit dem Percussionisten Jürgen Grözinger habe ich eigens für diese Ausstellung ein Instrument mit dem Titel „das Gnadenbrot“ entwickelt. Es erklingen in unregelmäßigen Abständen Töne aus dem Innern des Korpus.
Bei einer Matinee wurde das Objekt von Jürgen Grözinger zum Leben erweckt und aktiv gespielt. Ebenfalls zum Einsatz kam es bei einem weiteren Konzert mit dem Pianisten Nik Bärtsch.
Die schleichende Veränderung
Leinen, Seide, Ölfarbe, 2024 bis 2025, 25 Elemente mit unterschiedlichen Längen, Breite je 110 cm, Lichttechnik
Das sich verändernde Licht, das auf die 25 teilige Serie fällt verschleiert oder offenbart die gemalten Flächen oder die darüber liegende Materialität.
Was im Verborgenen bleibt oder sichtbar wird entscheidet sich oft im Moment in dem wir uns die Zeit für Beobachtung nehmen. Die täglich wiederkehrende Veränderung des Lichts ist ein schleichender Prozess, der es uns erlaubt immer wieder einen neuen oder anderen Blick auf unsere Umgebung zu werfen.